Kaffee zählt ohne jeden Zweifel weltweit zu den beliebtesten Heißgetränken. Selbst im All beziehungsweise auf der Raumstation möchte die Besatzung nicht auf den Koffein-Kick verzichten. Dort gibt es zwar Kaffee, doch auf seinen Espresso musste Luca Parmitano, der im letzten Jahr auf der ISS arbeitete, verzichten. Dieses Luxusproblem wir die erste Italienerin im All wohl nicht mehr haben. Samantha Cristoforetti fliegt im November ins All und wird es dort unter anderem mit einem Kaffeevollautomaten zu tun bekommen.

Schluss mit der Instant-Brühe

Dass es mit der Nahrungsaufnahme im All generell etwas kompliziert ist, dürfte Ihnen aus diversen Videoaufnahmen bekannt sein. Wer bislang auf der ISS Kaffee trinken möchte, war auf Instant-Produkte angewiesen, die schon auf der Erde nicht gerade lecker schmecken. Dass Italiener dann ihren aus frisch gemahlenen Bohnen produzierten Espresso besonders vermissen, ist gut nachvollziehbar. Luca Parmitano scheint das Kaffee-Problem regelmäßig auf den Plan gebracht zu haben, denn schon wenige Tage nach seinem Start begann die italienische Raumfahrtagentur zusammen mit Lavazza und Argotec ein Projekt, dass die Kaffeelaune an Bord der ISS steigern sollte. Entstanden ist die ISSpresso-Kaffeemaschine, welche stolze 20 Kilogramm auf die Waage bringt.

Speziell für die Raumstation konzipiert

Im Grunde lässt sich die ISSpresso mit einem konventionellen Vollautomaten vergleichen. Produziert wird das Gerät von der italienischen Firma Lavazza. Natürlich musste die Hardware für den Einsatz in der Schwerelosigkeit aufgerüstet werden. So sind wichtige Komponenten aus Sicherheitsgründen gleich doppelt verbaut worden. Für einen richtigen Espresso sorgen 400 Bar, die Kaffee und Wasser zusammenbringen. Leider kann die Besatzung das Endergebnis nicht wie in Italien gemütlich aus kleinen Tässchen zu sich nehmen, sondern ist dafür auf einen Strohhalm und einen Beutel angewiesen. Den Personen an Bord wird die Zubereitung fast komplett abgenommen, denn die Firma Argotec, welche im Bereich der Astronautennahrung spezialisiert ist, bereitet die Kaffeeportionen vor.

Kaffeemaschine im Gepäck

Im November startet Samantha Cristoforetti mit Sojus TMA-15M zur Raumstation. Dabei wird die Italienerin die ISSpresso mitnehmen und nun dafür sorgen, dass es zur Astronautennahrung, die sich im Laufe der Jahre übrigens auch stark verbessert hat, auch leckeren Espresso geben wird. Dieser wird dann zwar nicht gerade stilecht aus Beuteln getrunken, wird dafür aber deutlich besser schmecken als die konventionellen Instant-Drinks.


Artikelbild: Lavazza


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