Die meisten Deutschen trinken morgens Kaffee, die Kaffeemaschine ist daher eines der am Meisten genutzten Haushaltsgeräte. Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat sich nun der Frage gewidmet, inwieweit der Kaufpreis und die Qualität des Produkts bei Filterkaffeemaschinen zusammenhängen.



Nur geringe Unterschiede im Geschmack

Kaffeemaschinen können Sie bereits für ca. 18 Euro erwerben, Sie können dafür aber auch 200 Euro ausgeben. Rentiert sich eine größere Investition in ein solches Haushaltegerät?

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 16 Geräte überprüft, die Sie in dieser Preisspanne kaufen können. Der Geschmack des fertigen Kaffees war eines der Kriterien. Dort kommen die Experten zu einem unerwarteten Ergebnis: Zwischen den Produkten stellten sie kaum Differenzen fest. Nur bei größeren Mengen bemerkten die Tester, dass das Heißgetränk bei manchen Geräten etwas zu bitter schmeckte. Insgesamt schloss eine der günstigsten Maschinen in dieser Kategorie am besten ab, nämlich ein Modell für 25 Euro von der Firma Melitta. Auch bei anderen Kriterien wie zum Beispiel Stromverbrauch, Geräuschpegel sowie Sicherheit schnitt das Gerät zufriedenstellend. Hinsichtlich der Gebrauchsanweisung und der Zubereitungsdauer müssen Käufer allerdings Abstriche machen.

Leichte Zubereitung: die Handhabung als Testkriterium

Erweisen sich kostenintensivere Geräte also als Fehlinvestition? Nicht unbedingt, urteilt die Stiftung Warentest. Bei der Bedienerfreundlichkeit analysierten sie nämlich positive Abweichungen zu einigen günstigeren Modellen. Der Kaffeemaschine von Siemens mit der Modellbezeichnung TC86303 für 94 Euro gaben die Experten die Bestnoten. Die Maschine konnte deswegen und aufgrund der kurzen Zubereitungszeit auch den Gesamtsieg erringen. Bei der Handhabung spielt unter anderem die Verarbeitung eines Produkts eine Rolle. Benutzen Produzenten wie beispielsweise Siemens stabile Materialien, können sich Nutzer auf eine lange Funktionsfähigkeit verlassen. Bei günstigen Geräten besteht dagegen die Gefahr, dass Einzelteile, wie der Filterbehälter, nach häufigem Gebrauch nicht mehr einwandfrei zu schließen und zu öffnen sind. Kritik hatten die Tester auch bei einigen Wassertanks anzubringen. Bei manchen können Sie diese nicht abnehmen, was das Säubern erschwert. Sind sie zu eng, gestaltet sich das Einfüllen des Wassers als schwierig. Bei manchen Maschinen mangelt es zudem an einer eindeutigen Beschriftung bezüglich des Wasserstands. Die richtige Bemessung der Menge wird damit unnötig erschwert.

Etwas teurere Geräte lassen sich einfacher bedienen

Wenn Sie jeden Tag Ihren Kaffee kochen möchten, müssen Sie beim Maschinenkauf nicht tief in die Tasche greifen. Fast alle Geräte bereiten geschmacklich guten Kaffee zu. Das preiswerte Modell von Melitta sehen die Experten der Stiftung Warentest sogar leicht vorne. Anders verhält es sich, wenn Sie auf eine leichte Handhabung Wert legen. Hier lohnen sich höhere Investitionen, vor allem die Kaffeemaschine von Siemens hebt sich positiv hervor. Sollten dann doch Probleme mit dem Gerät entstehen, steht der entsprechende Kundendienst meist mit einer Hotline zur Verfügung, ein Beispiel für einen solchen Service bietet der Siemens Kundendienst in Düsseldorf.

Das Foto stammt von: Phillipp Kobel – Fotolia


1 Kommentar

  • Oktober 29, 2012 Filterkaffee says:
       

    Was ist aus dem guten alten Filterkaffee geworden? Da braucht man keine großartige Bedienung, sondern füllt das Wasser ein, gibt einen Filter hinzu und abschließend kommt das Kaffeepulver rein. Fertig. So einfach ging das. Heute muss man so ein Gerät erst gründlich inspezieren, bis man weiss wie es funktioniert und man seinen Kaffee endlich genießen kann. Also die Bedienung war schon mal einfacher, aber ob der Geschmack nun besser, weiss ich nicht…